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 langenberg zebras

Die GALA19 findet vom 18. – 20. Oktober in der Schwerzi statt.

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Das Haus Schwyzerhof: alt, aber nicht sooo alt

Spaziert man am Langnauer Schwyzerhof im Unterrengg vorbei, bemerkt man vielleicht die Inschrift an der Hausfassade: «Erbaut vor 1430, renoviert 1980». Dieses Datum ist fraglich, denn das wäre wohl nebst dem «Schloss» das älteste Langnauer Haus. Doch weder die Familie Sieber, als Eigentümer und Bewohner, noch die kantonale Denkmalpflege haben eine Ahnung, wie es zu diesem Datum gekommen ist.

Schon im ausgehenden Mittelalter erscheint der Name Rengg in diversen Urkunden. So bereits 1150, als eine Jahrzeitstiftung von einem Gut «de Renco» bezahlt wird. Der Name «Langenouw» wird erstmals kurz zuvor, 1140, in einer Urkunde des Klosters Muri erwähnt. Oder 1306 in einer Altarstiftung am Grossmünster als «in Rengge». Einträge finden sich auch 1311, als der Probst von Zürich ein halbes Gut zu Rengg an «Bela, die Witwe Heinrich des Müllichers, die es von Bertha Schnetzer kaufte, aber dieser wieder zum Bebauen verlieh».

Aus den Urkunden geht klar hervor: Im Rengg standen sehr wohl schon sehr früh Bauernhäuser. Doch sind die heutigen Gebäude sicherlich nicht mehr jenige aus dem 14. und 15. Jahrhundert. Autor Bernhard Fuchs kommt in seinem Artikel, gestützt auch von umfangreichen Familien-Stammbäumen, zum klaren Schluss: Der Schwyzerhof ist nicht vor 1430 erbaut worden, sondern zwischen 1671 und 1681. Was aber sehr wohl stimmt: Das Rengg und die sicher vorhandenen Gehöfte sind seit 1150 aktenkundig, der «Schwyzerhof», wie wir ihn heute kennen, stammt aber aus der Mitte des 17. Jahrhunderts. Somit müsste an der Hausfassade stehen: erbaut um 1675. Ein Befund, den auch die Untersuchung der kantonalen Denkmalpflege bestätigt.

Der Magnet «GALA19»
Es ist wieder soweit: Zum sechsten Mal nach 1992 findet wieder eine Gewerbeausstellung statt. «Mister GALA19» ist Alt-Gemeindepräsident Peter Herzog. Er präsidiert(e) genau die Hälfte der sechs Ausstellungen. Die ersten fünf fanden im Fünf-Jahres-Rhythmus statt, seit der letzten sind nun sieben Jahre vergangen. Das Warten hat sich gelohnt: Alle Ausstellungsplätze waren schon Monate zuvor belegt. Im Food- und Festzelt werden auch viele Vereine ihre Kurzauftritte haben.

Werner Zuber, Redaktionsleiter
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